Ambulante Cloudifizierung

Vom Server zur Cloud in 3 Tagen

Das Extranet

Ein Extranet ist ein firmeneigenes Netzwerk für die reibungslose Zusammenarbeit und Kommunikation mit allen Partnern, Aussenstellen oder Händlern. Ein nationaler Branchenimporteur betreibt ein extern entwickeltes Extranet für alle Vertriebspartner in der Schweiz. Verfügbarkeiten, Registrationen und Prämienberechnungen wurden in einer Applikation gebündelt und über das Internet den Vertriebspartnern zur Verfügung gestellt.

Wie so oft bei kritischen Infrastrukturen, musste zwar das funktionierende System nicht abgelöst werden – es traute sich aber auch niemand etwas zu modernisieren oder agil zu machen, in der Angst etwas Funktionierendes lahm zu legen. Doch dann das Horrorszenario: Der Hoster hat einen Servercrash - inklusive zerstörter Festplatten.

Vom Server zur Cloud

Die Firma, welche das Extranet entwickelte, hat sich aufgelöst und der Halter des Supportvertrages hat Bugfixes, Updates und Datenbankanpassungen bei brudi in Auftrag gegeben – so waren wir mit der Applikation bereits ein wenig vertraut. Als die Server vom Hoster durchbrannten, herrschte natürlich Alarmstufe Rot. Doch wir sind selbst keine Serverbetreiber und haben auch wenig Berufserfahrung in diesem Feld. Eine Lösung für unseren Kunden zu finden hat immer oberste Priorität, also setzten wir uns umgehend zusammen und besprachen die Möglichkeiten. Zwar sind wir keine Hoster, aber das Orchestrieren von Clustern und die Cloudifizierung von Applikationen ist unsere Kernkompetenz. Leider war die Dokumentation der (mittlerweile aufgelösten) Entwicklungsfirma abhanden gekommen und die gesamte Funktionalität auch uns unbekannt. Eine fremdentwickelte, in die Jahre gekommene Software zu portieren war also auch für uns #Neuland und sollte das brudi Mesh unter Beweis stellen.

Die Lösung für neue Möglichkeiten

Die Reise begann für brudi mit einer Situationsanalyse, inklusive dem Nachfragen beim bisherigen Infrastrukturbetreiber und Backupbesitzer, was noch zu retten ist. Viel gab es von den beschädigten Festplatten nicht mehr zu holen, doch die Backups, die noch da waren, wurden sicher gestellt. Für eine Systemanalyse und die Ausarbeitung der Cloud-Strategie wurde das System kurzfristig auf einen lokalen Server gespielt. Die Zeit für den Umzug in die Cloud drängte weiter, denn das Basic-Setup war nicht wirklich produktiv nutzbar.

Mit der Strategie, Altlasten loszuwerden, die Sicherheit zu aktualisieren und das System in einer kontinuierlichen Entwicklungsumgebung laufen zu lassen, konnte der Umzug in die Cloud beginnen.

In kürzester Zeit, also drei Tage nach dem Crash, lief das Extranet in unserer Cloud und war wieder produktiv vom Kunden und seinen Vertriebspartner nutzbar. Es war zwar noch in der alten Aufmachung, aber funktionierte und konnte nun agil auf dem laufenden System weiter entwickelt werden. So konnten wir im laufenden Betrieb - zum ersten Mal seit Jahren - überfällige Performanceoptimierungen vornehmen und neue Funktionen implementieren. Beispielsweise konnten Katalogupdates von einigen Stunden auf wenige Minuten reduziert werden. Selbstverständlich haben wir auch gleich den Support für den Cluster übernommen und Hilfe beim modernisieren der Applikation angeboten.

Das Extranet ist nun auf modernstem Stand der Infrastruktur, mit aktueller Technologie gesichert und kein “Never touch a running system” mehr.

brudi. Zukunftssicher in einer Woche.

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